Artikel-Rezension über „DIE HAND GOTTES“

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In dem Thriller DIE HAND GOTTES vermischen sich die Grenzen zwischen Fiktion und Realität. Die aktuelle Kritik an der Weltanschauung der katholischen Kirche mit ihren dramatischen Folgen für die moderne Welt und ihren kriminellen Verflechtungen in internationale Korruptionsskandale wird hier in eine Geschichte eingewoben, in der die überlebenden Nachfahren keltischer Stämme mit Hilfe der internationalen Gerichtsbarkeit den Papst und den Vatikan herausfordern.

 

 Historische Überlieferungen schaffen in diesem spannenden Roman einen Handlungs-Rahmen, in dem die verschiedenen Charaktere ein komplexes Beziehungsnetz aufbauen, dessen zentrales Thema der Wandel des Bewusstseins ist. Transformation und Veränderung bedeutet für alle Beteiligten auch eine Auseinandersetzung mit der eigenen gesellschaftlichen und soziologischen kulturellen Vergangenheit.

 

Das Weltverständnis der römisch-katholischen Kirche begegnet dem Umstand, dass Europa eine eigene spirituelle Tradition hat, bis zum heutigen Tag mit einer Politik der rigorosen Unterdrückung. Dabei ist die Existenz der Kelten und ihrer spirituellen Tradition, die auf einer umfassenden Naturverbundenheit gründet, auf allen Ebenen der akademischen Forschung dokumentiert und gesichert. Die Frage, warum dieses Gedankengut vernichtet wurde, führt mitten hinein in die psychologische Problematik der beteiligten Rollen.

 

Auf der einen Seite haben wir die vielen traumatisierten Opfer, verbrannte Hexen, exekutierte Naturvölker und fundamentalistisch motivierte Genozide, auf der anderen Seite die skrupellosen Täter, die sich nicht als Täter fühlen, sondern als von Gott legitimierte Wesen, die den Menschen das Paradies, den Himmel, die Erlösung näher bringen bzw. aus banalen Gründen der eigenen Überlebenswichtigkeit destruktive Strategien der Unterdrückung umsetzen.

 

Zeitgenössische Erkenntnistheorien lehren, dass jeder Mensch einen eigenen direkten Zugang zu der universellen Göttlichkeit hat und Schöpfer seines Universums ist. Nur mit Hilfe der eigenen Erkenntnisfähigkeit und einer ganzheitlich ausgerichteten Lebensführungen im Einklang mit den Gesetzen der Natur kann der Kontakt mit den schöpferischen Impulsen des Lebens aufgenommen und umgesetzt werden.

 

Wie es sich für ein gutes Buch gehört, wird der Leser in die Handlung hineingezogen und vor seinem geistigen Auge entfaltet sich ein Bild der geschichtlichen Hintergründe und der gewesenen Historie. Dabei entwickelt sich eine eigene emotionale Betroffenheit.

 

Und hier entfaltet DIE HAND GOTTES eine ganz besondere Qualität.

 

Genau wie für den Autor Thore D. Hansen eine träumerische Offenbarung der Anstoß für das Niederschreiben dieser Geschichte war, kann das Lesen dieses Buches eigene Erinnerungen aktivieren. Beim Lesen entwickeln sich Bilder aus dem Unbewussten und offenbaren die eigene, persönliche Geschichte - den eigenen Bezug zu der historischen Vergangenheit oder sogar eine Erinnerung an die eigenen Wurzeln und Verbindungen zur keltischen Vergangenheit.

 

Zum Glück hat das Buch viele Seiten und lässt dem Leser somit genügend Zeit, sich durch die spannende Geschichte nachhaltig inspirieren und tiefsinnig anregen zu lassen. Für Thore D. Hansen bedeutete die Arbeit an DIE HAND GOTTES einen ganz persönlichen Prozess und war der Beginn einer Reise in eine neue „alte“ (un)bekannte Welt. Das Buch ist auch eine Einladung, den eigenen Weg voranzuschreiten und unbekannte Potenziale zu aktivieren.

 

Wie ändern sich unsere Sichtweisen und vor allem unsere Handlungen, wenn wir Verantwortung übernehmen für das Erbe der eigenen Vergangenheit, das Erbe der Kelten?

 

Die Auflösung der Geschichte ereignet sich mit einem spannenden Finale mit einer erfüllenden Vision einer politischen Gegenwart, die Probleme transzendiert und die Weichen der Geschichte neu stellt; durch ein neues Tor hinein in eine neue „alte“ Welt der Naturverbundenheit und einem umfassenden Verständnis für die Zusammenhänge aller Dinge.

 

Auf seiner multimedialen Lesungstour im September und Oktober 2011 wird der Autor Thore D. Hansen aus seinem Buch lesen, über Hintergründe seiner Forschungen berichten und gemeinsam mit dem Publikum eine anregende und aufschlussreiche Reise in die Vergangenheit der keltischen Kultur und die Gegenwart der neuen Möglichkeiten unternehmen.

 

Ein zentraler Hintergrund dieser Veranstaltungsreihe ist die Begründung eines Forums, das sich mit den verschiedenen Aspekten dieser historischen Evolution beschäftigt. Alle Menschen, die sich für die eigenen kulturellen Wurzeln interessieren und spüren, dass es eine historische Wahrheit hinter der vermeintlichen Realität gibt, sind eingeladen, ihre Ideen zu kommunizieren und sich der offenen Gemeinschaft der neuen Zeit anzuschließen, um gemeinsam an der Entfaltung der Wirklichkeit teilzunehmen.

(Autor: Jens Zygar für Klanghaus Media)